Gewerbesteuer München: Hebesatz, Rechenbeispiel, Firmensitz

Gewerbesteuer München: Hebesatz 490 Prozent seit 1997, auch für Kurfürstenstraße 1, 80799. Rechenbeispiel für Ihre GmbH, Bescheide und Umland im Vergleich.

Gewerbesteuer München: Hebesatz, Rechenbeispiel, Firmensitz

Kurze Antwort

Der Gewerbesteuer-Hebesatz in München beträgt 490 Prozent, gilt seit 1997 und ist im ganzen Stadtgebiet gleich, also auch für eine GmbH mit Sitz an der Kurfürstenstraße 1 in 80799 München. Eine GmbH mit 100.000 Euro Gewerbeertrag zahlt damit 17.150 Euro Gewerbesteuer im Jahr: 3,5 Prozent Steuermesszahl ergeben 3.500 Euro Messbetrag, mal 490 Prozent, ohne Freibetrag. Umlandgemeinden wie Pullach (260 Prozent) oder Grünwald (240 Prozent) liegen darunter, die Steuer fällt aber dort an, wo die Geschäftsleitung tatsächlich arbeitet, nicht dort, wo nur eine Adresse steht.

Was Sie in diesem Artikel erfahren

  • Wie hoch der Hebesatz in München ist, wie sich die Steuer berechnet und was sich 2027 ändert
  • Rechenbeispiel: GmbH mit Sitz Kurfürstenstraße 1 und 100.000 Euro Gewerbeertrag
  • Wer für 80799 den Messbescheid und wer den Gewerbesteuerbescheid verschickt
  • Unterföhring, Pullach und Grünwald im Vergleich, mit Luftlinie ab Kurfürstenstraße 1
  • Wo die Gewerbesteuer anfällt und warum eine Briefkastenadresse im Umland nichts spart
  • Für wen eine Münchner Geschäftsadresse bei KUR 1 passt

Wer in München eine GmbH führt, begegnet der Gewerbesteuer spätestens mit dem ersten Vorauszahlungsbescheid der Stadtkämmerei. Der Gewerbesteuer-Hebesatz in München ist dabei hoch: Laut IHK für München und Oberbayern war die Landeshauptstadt 2025 mit 490 Prozent Spitzenreiter in Oberbayern. Entsprechend oft kommt die Frage, ob ein Firmensitz im Umland günstiger wäre. Hier finden Sie die Zahlen, ein Beispiel für eine GmbH an unserer Adresse in der Maxvorstadt und die Einordnung, wo die Steuer entsteht.

Wie hoch ist der Gewerbesteuer-Hebesatz in München?

Die Landeshauptstadt München erhebt die Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 490 Prozent. So steht es auf der Gewerbesteuer-Seite der Stadt München. Laut der städtischen Übersicht zur Entwicklung der Hebesätze gilt dieser Wert seit 1997. Davor lag er bei 480 Prozent (1991 bis 1996).

Den Hebesatz bestimmt jede Gemeinde selbst (Paragraf 16 Absatz 1 GewStG), Änderungen beschließt sie bis zum 30. Juni mit Wirkung ab Jahresbeginn (Absatz 3). Er muss für alle Unternehmen der Gemeinde gleich sein (Absatz 4 Satz 1), Sondersätze für Branchen oder Stadtteile gibt es nicht. Die Kurfürstenstraße 1 liegt im Stadtbezirk 3 Maxvorstadt, und dort gilt derselbe Satz wie in Pasing oder Riem.

Nach unten zieht der Bund eine Grenze. Bis einschließlich 2026 gilt ein Hebesatz von 200 Prozent, wenn eine Gemeinde keinen höheren bestimmt. Ab dem Erhebungszeitraum 2027 steigt dieser Wert auf 280 Prozent: So regelt es Paragraf 16 Absatz 4 Satz 2 GewStG in der Fassung von Artikel 7 des Gesetzes vom 29. Juni 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 197), anwendbar nach Paragraf 36 Absatz 5b GewStG. Für München ändert das nichts, für einige Gemeinden im Landkreis schon.

So berechnet sich die Gewerbesteuer in München

Die Gewerbesteuer entsteht in zwei Stufen: Das Finanzamt setzt den Steuermessbetrag fest, die Stadt wendet darauf ihren Hebesatz an. Die Rechnung selbst folgt fünf Schritten.

1

Gewerbeertrag ermitteln

Ausgangspunkt ist der Gewinn nach Einkommen- oder Körperschaftsteuerrecht, erhöht um Hinzurechnungen und gemindert um Kürzungen (Paragrafen 7 bis 9 GewStG). Für die wichtigste Hinzurechnung werden Schuldzinsen voll, Mieten und Leasingraten für bewegliche Wirtschaftsgüter zu einem Fünftel, Mieten für Immobilien zur Hälfte und Lizenzaufwendungen zu einem Viertel addiert. Übersteigt diese Summe 200.000 Euro, wird ein Viertel des übersteigenden Betrags hinzugerechnet (Paragraf 8 Nummer 1 GewStG).

2

Abrunden und Freibetrag abziehen

Der Gewerbeertrag wird auf volle 100 Euro abgerundet. Einzelunternehmen und Personengesellschaften ziehen einen Freibetrag von 24.500 Euro ab, eine GmbH oder UG erhält keinen (Paragraf 11 Absatz 1 GewStG).

3

Steuermessbetrag berechnen

Auf den verbleibenden Betrag wird die Steuermesszahl von 3,5 Prozent angewendet (Paragraf 11 Absatz 2 GewStG). Das Ergebnis ist der Steuermessbetrag, den das Finanzamt per Messbescheid festsetzt.

4

Münchner Hebesatz anwenden

Die Stadt multipliziert den Messbetrag mit 490 Prozent. Bezogen auf den Gewerbeertrag sind das 17,15 Prozent (3,5 mal 4,9).

5

Vorauszahlungen leisten

Gezahlt wird laufend am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November, grundsätzlich jeweils ein Viertel der Steuer aus der letzten Veranlagung (Paragraf 19 Absätze 1 und 2 GewStG).

Die Gewerbesteuer ist keine Betriebsausgabe (Paragraf 4 Absatz 5b EStG). Sie mindert also weder den eigenen Gewerbeertrag noch das zu versteuernde Einkommen.

Rechenbeispiel: GmbH mit Sitz Kurfürstenstraße 1 und 100.000 Euro Gewerbeertrag

Beispiel, eine eigene, vereinfachte Musterrechnung von KUR 1: Eine GmbH hat ihren Sitz an der Kurfürstenstraße 1, 80799 München, ihre Geschäftsführung arbeitet im Münchner Stadtgebiet, weitere Betriebsstätten gibt es nicht. Der Gewerbeertrag nach Hinzurechnungen und Kürzungen beträgt genau 100.000 Euro. Zum Vergleich: ein Münchner Einzelunternehmen mit demselben Ertrag.

Rechenschritt GmbH, Kurfürstenstraße 1 Einzelunternehmen in München
Gewerbeertrag (auf 100 Euro abgerundet) 100.000,00 Euro 100.000,00 Euro
Freibetrag nach Paragraf 11 Absatz 1 GewStG 0,00 Euro 24.500,00 Euro
Verbleibender Betrag 100.000,00 Euro 75.500,00 Euro
Steuermessbetrag (3,5 Prozent) 3.500,00 Euro 2.642,50 Euro
Gewerbesteuer bei 490 Prozent 17.150,00 Euro 12.948,25 Euro
Ermäßigung der Einkommensteuer nach Paragraf 35 EStG (Vierfaches des Messbetrags) entfällt bis zu 10.570,00 Euro
Rechnerisch verbleibende Belastung durch die Gewerbesteuer 17.150,00 Euro 2.378,25 Euro

* Rechenbeispiel von KUR 1, Rechtsstand 17.10.2026, ohne Hinzurechnungen, Kürzungen und übrige Ertragsteuern.

Bei der GmbH lägen die vier Vorauszahlungen im Folgejahr bei je 4.287,50 Euro, solange die Stadt sie nicht anpasst. Zum Vergleich: Die Körperschaftsteuer liegt nach Paragraf 23 KStG bis einschließlich 2027 bei 15 Prozent und sinkt danach stufenweise auf 10 Prozent ab 2032.

Beim Einzelunternehmen wirkt zusätzlich Paragraf 35 EStG. Die Einkommensteuer ermäßigt sich um das Vierfache des Messbetrags, höchstens um die tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer und bis zum Ermäßigungshöchstbetrag, hier um bis zu 10.570 Euro. Weil München mit 490 Prozent über dem Faktor 4 liegt, bleibt selbst bei voller Ermäßigung das 0,9-Fache des Messbetrags als Belastung, hier 2.378,25 Euro.

Wichtig: Das Rechenbeispiel zeigt nur die Mechanik und ersetzt keine Steuerberatung. Wie hoch Ihr Gewerbeertrag tatsächlich ist und ob die Ermäßigung nach Paragraf 35 EStG voll greift, klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.

Wer verschickt welchen Bescheid? Finanzamt und Stadtkämmerei für 80799

Für eine GmbH mit Sitz und Geschäftsleitung an der Kurfürstenstraße 1 sind zwei Behörden beteiligt. Den Gewerbesteuermessbescheid erlässt das Finanzamt München, zuständig für Gesellschaften mit Sitz in Stadt und Landkreis München. Körperschaften bearbeitet dort die Abteilung III in der Katharina-von-Bora-Straße 4, 80333 München, rund 1,4 km Luftlinie von der Kurfürstenstraße 1. Intern verteilt das Amt nach Rechtsform, Steuernummer und Anfangsbuchstaben, nicht nach Postleitzahl. Wie sich die Zuständigkeit nach Paragraf 20 AO bestimmt, erklärt der Beitrag Finanzamt München: Wer ist für Ihre GmbH zuständig?.

Den Gewerbesteuerbescheid verschickt die Landeshauptstadt München, genauer die Stadtkämmerei mit ihrer Abteilung SKA 4.1 Gewerbesteuer in der Seidlstraße 27, 80335 München. Das sind rund 1,5 km Luftlinie. Sie setzt Steuer und Vorauszahlungen fest und erhebt sie. An die Feststellungen im Messbescheid ist die Stadt gebunden: Einwände gegen die Steuerpflicht oder die Höhe der Steuer sind laut Stadt nur beim Finanzamt möglich.

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Messbescheid vom Finanzamt München

Legt den Steuermessbetrag fest. Einspruch ist innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe möglich (Paragraf 355 AO). Einwände gegen den Gewerbeertrag gehören hierher.

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Gewerbesteuer- und Vorauszahlungsbescheid der Stadtkämmerei

Die Stadt kann Vorauszahlungen bis zum Ende des 15. Kalendermonats nach dem Erhebungszeitraum an die voraussichtliche Steuer anpassen, eine Erhöhung ist innerhalb eines Monats zu zahlen. Vorauszahlungen unter 50 Euro werden nicht festgesetzt (Paragraf 19 Absätze 3 und 5 GewStG).

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Bekanntgabe per Post

Ein Bescheid des Finanzamts gilt am vierten Tag nach Aufgabe zur Post als bekannt gegeben (Paragraf 122 Absatz 2 Nummer 1 AO). Ab dann läuft die Einspruchsfrist, auch wenn der Brief ungeöffnet an der Geschäftsanschrift liegt.

Hebesätze im Umland aus Sicht der Kurfürstenstraße 1: Unterföhring, Pullach und Grünwald

Im Umland liegen die Hebesätze vieler Gemeinden deutlich niedriger, laut IHK für München und Oberbayern im Landkreis München 2025 im Schnitt bei 303 Prozent. Die Tabelle zeigt drei Nachbargemeinden, die Luftlinie von der Kurfürstenstraße 1 zum jeweiligen Rathaus und die Gewerbesteuer der Beispiel-GmbH, wenn ihre einzige Betriebsstätte tatsächlich dort läge.

Gemeinde Hebesatz und Beleg Luftlinie ab Kurfürstenstraße 1 Gewerbesteuer bei 3.500 Euro Messbetrag
Landeshauptstadt München (Kurfürstenstraße 1, Stadtbezirk 3) 490 Prozent, Stadt München, gültig seit 1997 Standort 17.150 Euro
Unterföhring 330 Prozent, Haushaltssatzung 2026 rund 6,5 km 11.550 Euro
Pullach im Isartal 260 Prozent, Haushaltssatzung 2026, Paragraf 4 rund 11,7 km 9.100 Euro
Grünwald 240 Prozent laut Gemeinde (seit 01.01.2004), Stand Oktober 2026 rund 13,1 km 8.400 Euro

* Hebesätze laut Landeshauptstadt München und Gemeinden, abgerufen am 17.10.2026. Luftlinie zum Rathaus der Gemeinde, eigene Berechnung aus OpenStreetMap-Koordinaten (© OpenStreetMap-Mitwirkende), keine Wegstrecke.

Belegt sind die Werte auf den Seiten der Gemeinde Unterföhring, in der Haushaltssatzung 2026 der Gemeinde Pullach und in den Zahlen und Fakten der Gemeinde Grünwald. Zwischen München und Grünwald liegen im Beispiel 8.750 Euro im Jahr, bei gut 13 km Luftlinie.

Ab 2027 müssen Gemeinden unter 280 Prozent anheben. Laut IHK für München und Oberbayern betrifft das nach den Hebesätzen 2025 acht Gemeinden im Landkreis München, darunter Grünwald und Pullach. Bei 280 Prozent läge die Gewerbesteuer der Beispiel-GmbH bei mindestens 9.800 Euro. Den tatsächlichen Satz für 2027 legen erst die Satzungen der Gemeinden fest.

Wo fällt die Gewerbesteuer an, und warum spart eine Briefkastenadresse im Umland nichts?

Welche Gemeinde die Gewerbesteuer erhält, entscheidet nicht der Satzungssitz im Handelsregister, sondern die Betriebsstätte. Nach Paragraf 4 Absatz 1 GewStG unterliegt ein Gewerbebetrieb der Gewerbesteuer in der Gemeinde, in der eine Betriebsstätte zur Ausübung des Gewerbes unterhalten wird.

Was eine Betriebsstätte ist, regelt Paragraf 12 AO: jede feste Geschäftseinrichtung oder Anlage, die der Tätigkeit eines Unternehmens dient, an erster Stelle die Stätte der Geschäftsleitung. Geschäftsleitung ist nach Paragraf 10 AO der Mittelpunkt der geschäftlichen Oberleitung, also der Ort, an dem die Geschäftsführung die laufenden Entscheidungen tatsächlich trifft.

Unterhält ein Unternehmen Betriebsstätten in mehreren Gemeinden, wird der Steuermessbetrag aufgeteilt (Zerlegung nach Paragraf 28 GewStG). Maßstab ist in der Regel das Verhältnis der Arbeitslöhne an den einzelnen Betriebsstätten (Paragraf 29 GewStG). Je Arbeitnehmer werden höchstens 50.000 Euro angesetzt (Paragraf 31 Absatz 4 GewStG).

Beispiel Zerlegung: Die Beispiel-GmbH mit Sitz Kurfürstenstraße 1 und 3.500 Euro Messbetrag zahlt 300.000 Euro Arbeitslöhne an ihrer Münchner Betriebsstätte und 100.000 Euro an einer echten Betriebsstätte mit eigenem Personal in Unterföhring. Auf München entfallen 75 Prozent, also 2.625 Euro Messbetrag und 12.862,50 Euro Gewerbesteuer, auf Unterföhring 875 Euro Messbetrag und bei 330 Prozent 2.887,50 Euro. Zusammen sind das 15.750 statt 17.150 Euro, weil ein Teil der Tätigkeit tatsächlich in Unterföhring stattfindet.

Naheliegend wirkt der Gedanke, die GmbH mit einer Anschrift im Umland einzutragen und weiter in München zu arbeiten. Steuerlich trägt das nicht: Arbeitet die Geschäftsführung in München, liegt dort die Stätte der Geschäftsleitung. Eine bloße Anschrift im Umland, an der niemand für das Unternehmen tätig ist, ist in der Regel keine feste Geschäftseinrichtung. Die Gewerbesteuer steht dann ganz oder überwiegend der Landeshauptstadt zu.

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Spätere Korrektur mit Nachzahlung

Zeigt sich später, dass die Leitung in München lag, ändert sich die Zuordnung des Messbetrags. Dann drohen Nachzahlungen und Zinsen.

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Zustellungen an der eingetragenen Anschrift

Paragraf 10 Absatz 1 GmbHG verlangt eine inländische Geschäftsanschrift, unter der Zustellungen das Unternehmen erreichen. Ohne verlässliche Postannahme sind Fristen gefährdet.

Umgekehrt gilt dasselbe: Wer seine GmbH an der Kurfürstenstraße 1 eintragen lässt, die Geschäfte aber aus einem Büro in einer anderen Gemeinde leitet, hat dort seine Stätte der Geschäftsleitung. Eine Geschäftsadresse ist kein Steuerinstrument, sondern die Anschrift für Register, Behörden und Geschäftspartner. Was sie dafür erfüllen muss, beschreibt der Beitrag Was macht ein Virtual Office rechtssicher?.

Wichtig: Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Wo die Geschäftsleitung Ihres Unternehmens steuerlich liegt und wie ein Messbetrag zu zerlegen ist, klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.

Die Gewerbesteuer folgt der Geschäftsleitung, nicht der Adresse

Wer in München arbeitet, zahlt den Münchner Hebesatz. Dazu passt eine Anschrift, die genauso belastbar ist: handelsregisterfähig mit Sofort-Bestätigung, an der Kurfürstenstraße 1 in 80799 München.

Eine Münchner Geschäftsadresse für Unternehmen, die in München tätig sind

Für Unternehmen, deren Geschäftsführung in München arbeitet, ist eine seriöse Münchner Anschrift die stimmige Lösung: Sitz, Geschäftsanschrift und tatsächliche Tätigkeit passen zusammen, und der Hebesatz ist im ganzen Stadtgebiet derselbe. Typische Fälle sind Holdings mit Geschäftsführung in München, Consultants, die ihre Privatadresse aus Handelsregister und Impressum heraushalten wollen, und internationale Gründer mit Münchner GmbH.

Auch Kanzleien sind betroffen, sobald sie als Rechtsanwalts-GmbH organisiert sind: Die Tätigkeit einer GmbH gilt stets als Gewerbebetrieb (Paragraf 2 Absatz 2 GewStG). Berufsrechtlich ersetzt eine Geschäftsadresse keine Kanzleiräume, mehr dazu im Beitrag Kanzlei-Zweigstelle in München: Kanzleiadresse nach BRAO.

KUR 1 sitzt an der Kurfürstenstraße 1, 80799 München, im Stadtbezirk 3 Maxvorstadt und damit im Gebiet der Landeshauptstadt. Die U-Bahn-Station Universität (U3, U6) liegt rund 480 m Luftlinie entfernt, das Registergericht des Amtsgerichts München in der Infanteriestraße 5 rund 1,6 km. Mehr zum virtuellen Büro in München im Überblick Virtuelles Büro in München: Vorteile, Kosten und Anbieter.

Postanschrift

ab 39 Euro/Monat

Geschäftsadresse für Selbstständige, Empfang und Weiterleitung der Post, kein Scan. Für Impressum und Rechnungen, ausdrücklich nicht handelsregisterfähig. Monatlich 45 Euro.

Virtual Office Für GmbH und Holding

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Firmenanschrift für Handelsregister und Gewerbeanmeldung von GmbH, UG, KG und GbR, täglicher Scan, kostenlose Lagerung, Weiterleitung auf Anfrage. Monatlich 99 Euro.

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Alles aus dem Virtual Office plus 8 Stunden Büroraum pro Monat an der Kurfürstenstraße 1. Monatlich 399 Euro.

* Preise pro Monat bei jährlicher Zahlung (12 Monate Mindestlaufzeit), monatliche Zahlung jeweils in der Beschreibung. Stand Oktober 2026, zzgl. USt.

✓ Handelsregisterfähig mit Sofort-Bestätigung (Virtual Office)
✓ Anschrift im Stadtgebiet München, Kurfürstenstraße 1
✓ Täglicher Scan, auch für Mess- und Steuerbescheide
✓ Kostenlose Lagerung der Originale
✓ Aktiv innerhalb von 24 Stunden
✓ Keine Mindestlaufzeit bei monatlicher Zahlung

Fragen zur Einrichtung beantwortet das Team über die Kontaktseite von KUR 1.

Häufige Fragen zur Gewerbesteuer in München

Wie hoch ist der Gewerbesteuer-Hebesatz in München 2026? +

Die Landeshauptstadt München erhebt die Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 490 Prozent. Der Satz gilt laut Stadt seit 1997 unverändert und nach Paragraf 16 Absatz 4 GewStG für alle Unternehmen im Stadtgebiet gleich, also auch in 80799 und der Maxvorstadt. Bei einer Steuermesszahl von 3,5 Prozent entspricht das 17,15 Prozent des Gewerbeertrags.

Wie viel Gewerbesteuer zahlt eine GmbH in München bei 100.000 Euro Gewerbeertrag? +

Eine GmbH erhält keinen Freibetrag. Der Steuermessbetrag beträgt 3,5 Prozent von 100.000 Euro, also 3.500 Euro. Multipliziert mit dem Münchner Hebesatz von 490 Prozent ergibt das 17.150 Euro Gewerbesteuer im Jahr, als Vorauszahlung je 4.287,50 Euro am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November. Vereinfachtes Beispiel ohne Hinzurechnungen und Kürzungen.

Gibt es bei der Gewerbesteuer in München einen Freibetrag? +

Ja, aber nicht für jede Rechtsform. Einzelunternehmen und Personengesellschaften ziehen nach Paragraf 11 Absatz 1 GewStG einen Freibetrag von 24.500 Euro vom abgerundeten Gewerbeertrag ab. Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG erhalten keinen Freibetrag. Der Freibetrag ist bundesweit gleich.

Wer verschickt in München den Gewerbesteuerbescheid? +

Den Gewerbesteuerbescheid und die Vorauszahlungsbescheide verschickt die Stadtkämmerei der Landeshauptstadt München, Abteilung SKA 4.1 Gewerbesteuer, Seidlstraße 27, 80335 München. Grundlage ist der Messbescheid des Finanzamts München (für eine GmbH Abteilung III, Katharina-von-Bora-Straße 4), an den die Stadt gebunden ist. Einwände gegen Steuerpflicht oder Messbetrag richten Sie deshalb innerhalb eines Monats per Einspruch an das Finanzamt.

Spart eine Firmenadresse in Grünwald oder Pullach Gewerbesteuer? +

Nicht, wenn die Geschäftsleitung tatsächlich in München arbeitet. Die Gewerbesteuer steht der Gemeinde zu, in der eine Betriebsstätte unterhalten wird (Paragraf 4 GewStG), und die Stätte der Geschäftsleitung ist eine Betriebsstätte (Paragraf 12 AO). Eine bloße Anschrift ohne Tätigkeit vor Ort verlagert die Steuer nicht. Wie es im Einzelfall aussieht, klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.

Welche Gemeinden um München haben einen niedrigeren Gewerbesteuer-Hebesatz? +

Nach Angaben der Gemeinden gelten zum Beispiel in Unterföhring 330 Prozent, in Pullach im Isartal 260 Prozent und in Grünwald 240 Prozent (Stand Oktober 2026). Ab dem Erhebungszeitraum 2027 gilt bundesweit ein Mindesthebesatz von 280 Prozent, Gemeinden mit einem niedrigeren Satz müssen dann anheben.

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